Um so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als den eigenen Baum auf einem Christbaumhof/Christbaummarkt auszusuchen und nach Möglichkeit auch gleich selbst zu fällen. Dies ist nicht nur für die ganze Familie ein unvergessliches Wintererlebnis, sondern gleichzeitig gut für die Natur. Statt einen Baum mit einem langen Anfahrtsweg aus dem Ausland zu kaufen, erhält man so einen frischen direkt aus der Region.
Jede Familie praktiziert die eigenen Bräuche rund um den Christbaum. Bei einigen ist das Besorgen des Baumes kurz vor Weihnachten ganz klar Männersache, bei anderen steht das gute Stück bereits zu Beginn der Adventszeit festlich geschmückt im Wohnzimmer.

Heimische Bäume immer beliebter
Obwohl die Importe von Christbäumen in den letzten Jahren etwas zurückgegangen sind und der Trend eindeutig in Richtung der heimischen Bäume zeige, stammt noch immer die Hälfte der verkauften Weihnachtsbäume aus dem Ausland (vorwiegend aus Dänemark und Deutschland). Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind wesentliche Argumente, sich für einen Christbaum aus inländischer Produktion zu entscheiden. Und wenn man dann noch die Möglichkeit hat, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, anlässlich eines tollen Winterausflugs mit der ganzen Familie den eigenen Baum gleich selbst schlagen zu können… Einen besseren Tipp, um so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, gibt es kaum.
Was lange währt…
In der Schweiz gibt es mehr als 500 Christbaumproduzenten. Für Landwirte und Forstbetriebe ist die Produktion, die strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegt, eine wichtige Einnahmequelle und sichert Arbeitsplätze. Bis der Weihnachtsbaum in unserer Stube steht, ist er bereits mehr als zehn Jahre alt. Aus einem kleinen Samen gezogen, verbringt er die ersten Jahre bei den Spezialisten in der Baumschule, bevor er in die einheimischen Kulturen umgesetzt und weitere drei bis vier Jahre weitergepflegt wird. Viele Tierarten nutzen die Kulturen als Rückzugsort. Singvögel nisten gerne darin und Feldhasen, Igel etc. nutzen sie als willkommenen Unterschlupf. Ein Hektar Weihnachtsbaumkultur bindet während der Wachstumszeit bis zu 145 Tonner CO2 und produziert gleichzeitig bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. (Quelle: IG Suisse Christbaum)

Welcher Baum solls sein?
Weisstanne, Rottanne, Nordmannstanne oder Blaufichte? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Nordmannstanne ist definitiv der Lieblingsbaum in den Schweizer Haushalten. Sie zeichnet sich durch einen kegelförmigen Wuchs und ihre ausgeprägte grüne Farbe aus. Preislich liegt sie im oberen Bereich. Die häufigste und sehr preisgünstige Baumart in unseren Wäldern ist die Rottanne. Sie ist ideal für draussen oder einen ungeheizten Wintergarten. Da sie bei Trockenheit rasch die Nadeln verliert, empfiehlt sich häufiges Wasser geben. Die mittelpreisliche Weisstanne duftet leicht nach Orangenschale und eignet sich auch für alle, die den Baum sparsam schmücken möchten. Auch sie benötigt im beheizten Raum ausreichend Wasser. Und schliesslich die pflegeleichte Blaufichte, die auch für beheizte Räume geeignet ist. Haustiere mögen die stechenden Nadeln gar nicht. Hier finden Sie weitere Tipps, wie man länger Freude am Weihnachtsbaum hat. Er hats verdient!